Innerörtlicher Verkehr

Störfaktor Fußgänger

Die Grüne Liste Helsa betrachtet die Auswirkungen, die uns durch den Kraftfahrzeugverkehr erwachsen sind, als eines der zentralen Probleme in der Diskussion um die Erhaltung innerörtlicher Lebensqualität. In besonderem Maße sind hier unsere Orte betroffen, in denen sich durch enge historische Ortskerne und auf Straßen, die für andere Verkehre ausgelegt waren, LKWs und die Blechkarawanen des Individualverkehrs quälen. Fußgänger werden auf die Ränder verwiesen. Unsere Kinder müssen früh lernen die Gefahren zu erkennen und die Vormacht der Kraftfahrzeuge anzuerkennen. Ein dörfliches Leben, wie es auf alten Fotografien zu finden ist, wirkt auf uns angesichts dieser Realität unwirklich. Wir alle sind ebenso Verursacher, wie Opfer.

 

Erst, wenn es gelingt Lösungen für die Verkehrsprobleme zu finden, gewinnen die Ortskerne wieder die Lebensqualität, die sie einst besessen haben.

 

Die Gestaltung des öffentlichen Raums geht uns alle an

Die Grüne Liste Helsa tritt für eine Gestaltung des öffentlichen Raums ein, der es allen Teilnehmern, Fußgängern Kraftfahrzeugen und Fahrrädern, ermöglicht sich gleichberechtigt zu bewegen. Dies erfordert zunächst erst einmal Sensibilisierung für die Problematik und eine Bereitschaft  zur Diskussion. Es bedeutet aber vor allen Dingen auch, dass dies in einem offenen Prozess erarbeitet wird. Helsa braucht eine gezielte Dorfplanung, die gemeinsam mit allen Betroffenen Lösungen entwickelt. Bisher findet keine gezielte Planung statt. Straßen werden nach altem Muster saniert und umgebaut, wobei die Beteiligung der Betroffenen nur marginal stattfindet und die Ergebnisse das alte Denken widerspiegeln.

 

Die aktuell stattfindende Interkommunale Dorferneuerung mit ihren Foren und Arbeitsteams hat eigentlich eine breite Beteiligung der Bürger zum Ziel und bietet die Chance neue Gedanken abseits der ausgetretenen Pfade zu entwickeln. In der Realität wurde aber die breite Beteiligung abgewürgt und Ideen, die jenseits der heute üblichen lagen, im Keim erstickt. Dies ist exakt das Gegenteil von dem, was es eigentlich braucht!

 

Wer bezahlt, sollte auch mitreden dürfen

Die Grüne Liste Helsa hat bei der Erneuerung der Straße „An der langen Wiese“ im Ortsteil Eschenstruth das Konzept des sogenannten „Shared Space“ ins Gespräch gebracht. Leider wurde eine Diskussion hierüber erst gar nicht geführt. Das Konzept der Gestaltung war längst fertig, den Betroffenen wurde das Ergebnis nur noch präsentiert und die Rechnung gestellt.

 

Shared Space – Raum für alle

Die Grüne Liste Helsa erachtet „Shared Space“-Gestaltung als eine Möglichkeit der wirksamen Verkehrslenkung. Nachfolgend finden Sie verschiedene YOUTUBE-Links, in denen diese Konzepte nachvollziehbar dargestellt werden. Wir möchten mit diesen Links einen Beitrag zur Diskussion leisten.     

 

Die Dorfstraße in Bayernsoien (von Dieter Wieland)

Vorbild Bohmte (ein Beitrag aus Plusminus)

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