Energiewende in der Region

Die Konsequenzen aus den Erfahrungen

Die schweren Störfälle in den Atomkraftwerken von Sellafield, GB (10. Oktober 1957), Harrisburg, USA (28. März 1979) und schließlich die Super-GAUs in Tschernobyl, Ukraine (26. April 1986) und Fukushima (11. März 2011) und die Folgen aus der Verbrennung fossiler Energieträger führten zu dem breiten Konsens in der deutschen Bevölkerung unsere Energieversorgung zukünftig aus nachhaltigen Quellen zu decken. Hierzu hat die Bundesregierung einen Ausstieg aus der Energieerzeugung durch Kernenergie bis 2022 beschlossen. Die erneuerbaren Energien sollen im Jahr 2025 40 bis 45 Prozent der Stromerzeugung übernehmen, und 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035.

 

Umkehr, heraus aus der Sackgasse

Die Grüne Liste Helsa begrüßt und unterstützt diesen Weg ausdrücklich, korrigiert er doch den Irrweg, der in der Vergangenheit eingeschlagen wurde. Erstmals wird damit eine nachhaltige Versorgung mit Energie angestrebt und damit genau jener Weg verfolgt, der von Anbeginn eine Forderung grüner Politik war. Die bisherigen Quellen unserer Energieversorgung sind aufgrund ihrer Endlichkeit und durch Ihre gravierenden Auswirkungen auf die Umwelt eine Sackgasse.

 

Nur wenn es der Menschheit gelingt, die Energieversorgung aus einer unbegrenzt zur Verfügung stehenden Quelle zu decken,  ist der Fortbestand der menschlichen Existenz überhaupt möglich. Fern von allen ideologischen Grabenkämpfen ist dies eine Binsenweisheit.

 

Klar ist auch, dass der Weg hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung lang und steinig ist. Besonders deswegen, weil viel zu lang der Weg starr in eine gänzlich andere Richtung verfolgt wurde. Und obwohl die Versorgung aus regenerativen Quellen, wie Sonne und Wind, den Vorteil besitzt unerschöpflich (zumindest für menschliche Maßstäbe) zu sein und in phantastischer Menge zur Verfügung zu stehen, so haben diese Energiequellen auch ihre Nachteile. Die Darbietung ist unstet, die Intensität gering. Dies erfordert ganz neue Strukturen und einen intelligenten Umgang mit diesen Quellen. Mittelfristig müssen neue Speichertechnologien zum Einsatz kommen. Unsere Versorgungsstrukturen müssen in großem Umfang umgebaut werden.

 

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Damit sind Veränderungen verbunden, die von manchen Menschen als unzumutbar empfunden werden. Unser Landschaftsbild wandelt sich: Windenergieanlagen gigantischer Ausmaße finden sich überall in der Landschaft, freie Flächen auf Dächern und anderen Orts werden von Photovoltaikanlagen geprägt, neue riesige Strommasten tragen die Leitungen vom Norden in den Süden.

 

Der Preis scheint so hoch, dass die Widerstände aller Orten wachsen.

 

Weg ohne wirkliche Alternative

Grundsätzlich muss festgestellt werden, dass die menschliche Existenz für unsere Welt belastend ist, besonders, die unserer Industriegesellschaft. Und so sind auch die Anlagen zur Nutzung der regenerativen Energiequellen nicht ohne Belastung für unsere Umwelt. Verglichen mit der bisherigen Energieerzeugung relativiert sich die Belastung allerdings schnell: Verwüstungen unvorstellbarer Dimension beim Braunkohletagebau, verschmutzte Meere und Landschaften durch die Erdölgewinnung, der Anstieg der irdischen Temperaturen durch die Verbrennung der fossilen Energieträger und die realen Gefahren beim Betrieb der Kernreaktoren und der Lagerung der Abfälle daraus sind hier nur als die gravierendsten Folgen zu nennen. Überdies vernichtet die Menschheit in wenigen Jahrzehnten Rohstoffressourcen in Form von Öl und Kohle, zu deren Entstehung Millionen Jahre erforderlich waren.

 

Der Energiehunger der Menschheit beträgt nicht einmal 0,1 Promille der jährlich eingestrahlten Sonnenenergie. Allerdings ist die Dichte der Energie eine andere, als bei Öl und Kohle. Oder anders: Genug ist da, aber das einsammeln ist mühsamer. Dieser Erkenntnis folgt die Konsequenz, dass dort, wo die Energie auftritt, diese auch geerntet werden muss.

 

Windkraft in unseren Wäldern unvermeidbar

Für unsere Region bedeutet das, dass der Wind dort genutzt wird, wo er am stärksten und häufigsten weht. Und dies sind die Höhenlagen. Einige sehr günstige Standorte finden sich in den Wäldern um Helsa. In der Konsequenz müssen also auch diese Standorte in die Erwägung mit einfließen. Die Grüne Liste Helsa meint, dass eine Nutzung der Windenergie auch in unseren Wäldern unter Berücksichtigung von Umwelt- und Artenschutz unvermeidbar ist. Die Nähe zu den Verbrauchern bietet überdies den Vorteil, dass der Strom nicht mittels Fernleitungen aus anderen Regionen zu uns geleitet werden muss.

 

Die Energiewende geht uns alle an und so werden auch wir unseren Beitrag dazu leisten müssen.

 

Die Grüne Liste Helsa meint, das Ziel ist es wert!

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Grüne Liste Helsa GLH